Die Freie evangelische Gemeinde St. Goar-Werlau ist eine eigenständige Ortsgemeinde innerhalb des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. Die Gemeinde besteht nun schon seit mehr als 125 Jahren und ist unter anderem Gründungsmitglied dieser Bundesgemeinschaft.
Innerhalb dieser Selbstständigkeit leben wir die Werte der Gemeinschaft, die in der nachfolgenden Präambel zusammengefasst sind:

  1. Der Bund Freier evangelischer Gemeinden ist eine geistliche Lebens- und Dienstgemeinschaft selbstständiger Gemeinden. Verbindliche Grundlage für Glauben, Lehre und Leben in Gemeinde und Bund ist die Bibel, das Wort Gottes.

  2. Die Gemeinden stimmen mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis überein: „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde; und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige, christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“

  3. Die Gemeinden richten sich in ihrem Aufbau und Dienst nach den im Neuen Testament erkennbaren Wesensmerkmalen der Gemeinden. In ihnen kann Mitglied sein, wer an den dreieinen Gott glaubt und bekennt, im Glauben an Jesus Christus Vergebung seiner Sünden empfangen zu haben, und sein Leben von ihm bestimmen lässt. Der Glaubende wird in die Gemeinde, den Leib Christi, eingegliedert. Gemäß dem allgemeinen Priestertum aller Glaubenden bringen sich die Gemeindemitglieder mit ihren Gaben verbindlich ein, um den Auftrag der Gemeinde wahrzunehmen. Die Gemeindemitglieder achten aufeinander, dienen, fördern, ermutigen und ermahnen einander. In Fragen der Schriftauslegung und praktischen Anwendung der Heiligen Schrift wird das an Gottes Wort gebundene Gewissen des Einzelnen geachtet. Gleichzeitig wird nach gemeinsamer Erkenntnis gestrebt.

  4. Jesus Christus fügt die Gemeinden zu einer Gemeinschaft zusammen. Bei aller Vielgestaltigkeit selbstständiger Gemeinden ist die Lebens- und Dienstgemeinschaft im Bund Geschenk und Verpflichtung zugleich. Dazu gehört die Bündelung geistlicher, persönlicher und wirtschaftlicher Kräfte. Jesus Christus sendet die Gemeinden, damit sie gemeinsam das Evangelium in Wort und Tat bezeugen. Die Bundesgemeinschaft trägt als Teil der weltweiten christlichen Gemeinde zu deren Einheit im biblischen Sinne bei – zur Ehre Gottes.
    Quelle: https://feg.de/verfassung/


Freie evangelische Gemeinden entstanden im 19. Jahrhundert, zunächst in Frankreich, Italien und der Schweiz; 1854 die erste in Deutschland. Heute gibt es in Deutschland etwa 500 Gemeinden mit ca. 43000 Mitgliedern.